Singen Sie mit!

Die Kantorei der Ludgerikirche wurde 1886 als "Kirchengesangsverein für die lutherische Gemeinde Norden" gegründet. Dirigenten des Chores waren in seiner langen Geschichte u. a. Georg Grundmann, Gottfried Gallert, Gerhard Bau, Reinhard Ruge und Agnes Luchterhandt. Neben der Gestaltung von Gottesdiensten mit Kantaten, Messen und A-Capella-Literatur verschiedenster Epochen führt der Chor in regelmäßigen Abständen große Oratorien der Musikliteratur auf. In den letzten Jahren wurden u. a. das "Deutsche Requiem" von Brahms, die "Messe in c-moll" und das "Requiem" von Mozart, der "Elias" sowie der "Paulus" von Mendelssohn, der "Messiah" von Händel und die "Johannespassion" von Bach gesungen. Ausflüge und Probenwochenenden ergänzen die wöchentlichen Probenabende.

Neue Sängerinnen und Sänger sind jederzeit herzlich willkommen!

Die nächsten Kantorei-Termine

Sonntag, 24. November

10 Uhr

Singen im Gottesdienst am Ewigkeitssonntag

Sonntag, 8. Dezember

10 Uhr

Singen im Gottesdienst am 2. Advent

Dienstag, 10. Dezember

18 Uhr

Singen in "Advent in Ludgeri"
anschließend Adventsfeier im Gemeindehaus
Montag, 23. Dezember

19.30 Uhr

Probe in der Kirche mit dem "Weihnachtsensemble" für

Dienstag, 24. Dezember 23 Uhr Singen in der Christmette an Heilig Abend
Dienstag, 14. Januar 2020 19.30 Uhr Erste Probe im neuen Jahr
Sonntag, 1. März 10 Uhr Singen im Gottesdienst zum Beginn der Passionszeit
Sonnabend, 11. April 11 Uhr Probe mit dem Ostfriesischen Kammerorchester für Musik-Gottesdienst am Ostermontag
Montag, 13. April 11 Uhr Musik-Gottesdienst am Ostermontag: Martín Palmeri "Tangomesse"
Sonntag, 10. Mai 10 Uhr Singen im Gottesdienst am Sonntag Kantate
Sonnabend, 6. Juni 18 Uhr "Großes Ludgerikonzert" mit allen Musikgruppen
Dienstag, 30. Juni abends Ausklang vor den Sommerferien
Dienstag, 1. September 19.30 Uhr erste Probe im neuen Schuljahr
Sonnabend/Sonntag, 5./6. Juni ganztägig Proben-Wochenende für Konzert am 26. September im Gemeindehaus Norddeicher Straße
Sonnabend, 12. September 10-11.30 Uhr Probe in der Bonifatiuskirche in Arle für
Sonntag, 13. September 10 Uhr Singen im Gottesdienst in Arle mit Chören des Kirchenkreises
Freitag, 25. September 18 bis ca. 20 Uhr Probe mit dem Nordwestdeutschen Barockorchester für
Sonnabend, 26. September 19 Uhr Konzert Wolfgang Amadeus Mozart: Klarinettenkonzert, Requiem (17 Uhr: Vorkonzert für Kinder als Anspielprobe)
Sonntag, 22. November 10 Uhr Singen im Gottesdienst am Ewigkeitssonntag
Sonntag, 6. Dezember 10 Uhr Singen im Gottesdienst am 2. Advent
Dienstag, 8. Dezember 18 Uhr Singen in "Advent in Ludgeri" anschließend Adventsfeier im Gemeindehaus
Mittwoch, 23. Dezember 19.30 Uhr Probe in der Kirche mit dem Weihnachtsensemble für
Donnerstag, 24. Dezember 23 Uhr Singen in der Christmette an Heilig Abend

 

Proben

Dienstag 19.30-21.30 Uhr

Gemeindehaus
Norddeicher Straße 159

Leitung

Thiemo Janssen
Gersteweg 4
26506 Norden
Tel.: 04931 - 169173

Oratorienkonzert 2019

Sonntag, 15. September 2019, 19 Uhr

Oratorienkonzert
Martín Palmeri: MisaTango u. a.

Eva Maria Summerer, Mezzosopran (München)
Edda Liebermann, Akkordeon (Norden)
Anja Wolff, Klavier (Aurich)
Ostfriesisches Kammerorchester
Ludgerikantorei
Leitung: Thiemo Janssen

Ganz herzlichen Dank für Ihre langjährige Unterstützung bei unseren Projekten

52 Jahre Chorsingen - Ludgerikantorei verabschiedet sich von Albrecht Kramer und Elma von der Brelie

Das große Konzert mit Bachs Weihnachtsoratorium am 28. Dezember war der Anlass, für zwei langjährige Mitglieder der Kantorei einen Schlusspunkt zu setzen:
So haben sich Albrecht Kramer und Elma von der Brelie nach der letzten Kantoreiprobe am 15. Januar mit einem netten Umtrunk von der Ludgerikantorei verabschiedet. Albrecht Kramer war seit 1966, also seit dem Beginn seiner Tätigkeit als Pastor an der Ludgerikirche, Mitglied in der Kantorei. "Das Singen war für mich immer ein wichtiger Ausgleich und eine schöne Entspannung, eine Zeit, in der keiner etwas von mir wollte - einfach nur da sein und singen!", meinte Kramer über seine Zeit im Chor. Auch Elma von der Brelie war 47 Jahre lang in der Kantorei aktiv und bedankte sich ebenfalls für die schöne Zeit, viele eindrucksvolle Momente in Gottesdiensten und Konzerten und die lebendige Gemeinschaft im Chor. Die Kantorei wird die beiden geschätzten Mitglieder sehr vermissen, aber natürlich ist eine kontinuierliche Verjüngung die Voraussetzung für den Fortbestand eines Chores.

Nach dem Festakt am Reformationsjubiläum schreibt Kirchenvorsteher Tai-Lee Park in einer E-Mail an Thiemo Janssen:

Im Ostfriesischen Kurier habe ich den Bericht über den Festgottesdienst zum Reformationsjubiläum gelesen.
Darin stand überwiegend etwas über die Predigt von Herrn Kirschstein. Natürlich war seine Predigt sehr beeindruckend und gut.
Was mir aber fehlte, war ein ausführlicher Bericht über das musikalische Geschehen.
Das Orchester war sehr gut und besonders der Tenor hervorragend.
Unsere Kantorei muss ich loben, dass sie ihr Bestes gegeben hat. So viele Stunden haben die Mitglieder der Kantorei für diesen Festgottesdienst geopfert.
Als Kirchenvorsteher möchte ich den Mitgliedern unserer Kantorei herzlich danken.
Besonders möchte ich Ihnen zuerst zu dieser Auffürung gratulieren.
Ein Symphonie zu dirigieren ist ein schwieriges Unternehmen für jeden Dirigenten. Sie haben die ganze Zeit das Orchester und den Chor unter Kontrolle gehalten.
Ihr Dirigat zeigte präzise alle Kleinigkeiten, die eine gute Interpretation erfordert.
Ich gratuliere Ihnen noch einmal ganz herzlich und wünsche Ihnen und unserer Kantorei Gottes Segen.
Schönen Gruß an die Kantorei
Ihr
Tai-Lee Park

Mendelssohn Paulus - Oratorienkonzert

Zur Aufführung des PAULUS am 13. 6. 2015:

„Überwältigend!“ „Beeindruckend!“ „Großartig!“ „Ein Meer von Musik!“ Die Liste von Ausdrücken aufrichtiger Begeisterung, mit denen sich die Hörer über das eben Erlebte beim Verlassen der Norder Ludgerikirche austauschten, ließe sich noch spielend fortsetzen. Am Samstag führten die Domkantorei Schwerin (Einstudierung Jan Ernst), die Ludgerikantorei Norden, das Höchberger Kammerorchester sowie die Gesangssolisten Heidrun Luchterhandt (Sopran), Clemens Löschmann (Tenor) und Jörg Gottschick (Bass) unter der Leitung von Kantor Thiemo Janssen Felix Mendelssohn-Bartholdys Oratorium „Paulus“ auf. Hinter diesen nüchternen Fakten verbirgt sich ein rund zweieinhalbstündiges Opus, dessen konditionelle Bewältigung rein physisch an sich schon eine Leistung ist. Es gibt nur wenige Möglichkeiten für die einzelnen beteiligten Gruppen, sich einige Augenblicke auszuruhen, für das Orchester und den Dirigenten besteht dieser Luxus gar nicht erst. Zu dicht sind Rezitative, kurze Arien oder die Chöre getaktet. Umso bemerkenswerter war die Präsenz aller Beteiligten bis zum Schluss. Ihr Verdienst war es, die eigene innere Spannung aufrecht zu erhalten, sie in einen übergeordneten Spannungsbogen einfließen zu lassen, der sich auf das Publikum in der vollbesetzten Kirche übertrug. Nun ist das Geschehen rund um das Leben des Apostel Paulus allerdings auch dramatisch genug. Als Gegner der ersten Christengemeinden ist er mitverantwortlich für die Steinigung des ersten Märtyrers Stephanus, wird selber auf spektakuläre Weise zum Glauben bekehrt und setzt sich mit demselben Eifer, den er vorher gegen sie verwandt hat, nun für die Verbreitung der neuen Lehre ein, bis zum Einsatz des eigenen Lebens. Mendelssohn ist ein Meister im Entwerfen eindringlicher akustischer Bilder, Szenarien. Mit untrüglichem Gespür für einen konsequenten Spannungsaufbau setzt er Spots auf die Höhepunkte der Handlung, stellt mit der Fülle des Chores den aufgebrachten Mob gegen feststehende Glaubensmanifestationen; zugleich beleuchtet er mit großer Sensibilität die einzelnen Charaktere, ihre Stärken und Schwächen, Befindlichkeiten. Die stimmlich ausgezeichnet sich ergänzenden Solisten sangen ihre Partien mit mehr als bloßer Stimmgewalt. Alle Drei „redeten“ mit flammender Überzeugungskraft, sei es als wütender Racheengel, als verletzliches Individuum, als ein die Menge beschwörender Prediger oder, im Falle von Sopran und Tenor, als die jeweilige Situation eindringlich schildernde Chronisten. Das Höchberger Kammerorchester füllte Mendelssohns Bilder mit jenem Licht und Dunkelheiten, die das Ganze so unmittelbar erlebbar machen. Dabei entwickelten insbesondere die (Blech-)Bläser eine derart machtvolle Üppigkeit, dass sowohl Textverständlichkeit wie auch dessen Ausgestaltung in der sonst so ruhigen Sicherheit der zu einer ausgewogenen Einheit zusammengewachsenen Chöre zuweilen unterging. Minutenlanger Beifall der sichtlich bewegten Hörer bewies, dass diese Aufführung nicht zuletzt auf Grund des den umfassenden Zusammenhalt schaffenden Dirigats von Thiemo Janssen weit über das Maß einer soliden, souveränen Leistung hinausreichte.                Barbara Fischer

Mozart-Kinderkonzert am 11. Oktober 2014 um 17 Uhr

Norden/ ela – Die Bewertung der kleinen Besucher fällt einhellig und knapp aus: „Gut“, sagt die vierjährige Pauline Brau.  „Gut“, sagen auch der vierjährige Joost Kersten und sein Freund Jakob Fleck. Auch wenn dies Wort Gefallen ausdrückt, macht es nicht gerade deutlich, wie begeistert die drei und mehr als 200 Kinder und ihre Eltern und Großeltern noch gerade vom ersten „Mozart-Konzert für Kinder“ waren, das sie in der Ludgerikirche Norden gesehen und vor allem gehört haben: Sie haben immer wieder und manchmal sogar zu früh laut geklatscht, gelacht, aufmerksam und gespannt die Geschichte vom nächtlichen Besucher Mozarts angeschaut und viele geben zum Ende „Standing Ovations“. Und vor allem haben sie Mozart persönlich gesehen, ihn als Musiker erlebt.

Zum ersten Mal gab es ein solches speziell für Kinder bestimmtes Konzert in der Kirche. Das Nordwestdeutsche Barockorchester, und die Ludgerikantorei Norden sowie Solosänger aus Weimar, Berlin, Hamburg und Esens, die unter der Leitung von Thiemo Janssen noch das Requiem von Mozart, sowie ein Cello-Konzert von Carl Philipp Emmanuel Bach spielten, bewiesen sich als bestens geeignet, Mädchen und Jungen die für viele eher unbekannte und manchmal so ernste klassische Musik näher zu bringen. Und das auf fröhliche Weise – selbst wenn es sich um ein Requiem handelt, das, so lernten die Kinder übersetzt „Ewige Ruh“ bedeutet.

Erklärt hat es den Kindern Mozart selbst, der plötzlich und unter viel Applaus die Kirche betrat. Es muss gesagt werden: Thiemo Janssen hat diese Rolle in passendem Gehrock und unter weißer Perücke wunderbar gemeistert. Ein Kind war so beeindruckt, dass es laut in eine plötzliche Stille der Kirche fragte: „Bist du der echte Mozart?“

Klar war er das. Zu Anfang stellte Mozart den Kindern die Sänger und natürlich die einzelnen Instrumente vor: „Spiele er mir mal die Geige vor“, sagte er und zeigte auf den Ersten Geiger. Raimund Wartenberg erhob sich und spielte den Kindern einige Takte vor. Mozart stellte auf diese Art den Kindern jedes Instrument im Orchester mit Namen vor und ließ demonstrieren, wie es klang: Die Musiker selbst bewiesen ihren Spaß an diesem Kinderkonzert und ließen fröhliche Musiken – manche von Mozart selbst komponiert – erklingen. Die Trompeten stellten sich mit „Hey Pippi Langstrumpf“ vor. Klasse.

Und dann hörten die Kinder Stücke aus dem Requiem von Mozart. Sie waren ganz gebannt. Auch als die Solo-Sänger Marietta Zumbült (Sopran), Ursula Thurmaier (Alt), Knut Schoch (Tenor) und Jan-Bernd Strauß (Bass) und die große Ludgerikantorei ihr Können demonstrierten, herrschte Ruhe in der Kirche. Die Kinder, Eltern und Großeltern konnten sich wie in einem richtigen Konzert fühlen. Das lag nicht zuletzt daran, dass Musiker und Sänger sich schicke Anzüge und Kleider angezogen hatten. Alles, wie in einem ganz normalen, großen Konzert.

Thiemo Janssen bewies schauspielerisches Talent, als er nach etwa zehn Minuten mit dem Dirigieren aufhörte, seinen Taktstock hinlegte, sich in in die Mitte der Kirche an einen kleinen Tisch setzte und anfing, zu komponieren, also Noten auf ein Blatt zu schreiben. Plötzlich bollerte es an die Kirchentür und ein Mann mit einer Maske (gespielt von Wolfhard Schoen) eilte geheimnisvoll herein. Er bot Mozart Geld, wenn er seinem Auftraggeber ein Requiem schreibe. Mozart nahm schließlich an.  Wer sich hinter der Maske verbarg und wer der Auftraggeber war, wusste Mozart nicht.

Diese kurze Unterbrechung der Musik und des Gesangs war gut überlegt, denn einige der kleinen Besucher wurden auf ihren Sitzen unruhig. Nach gut einer halben Stunde war das Mozart-Konzert für Kinder beendet. Und alle waren begeistert. Nicht nur die ganz kleinen Gäste, auch die älteren, wie der zwölfjährige Keno Kersten: „Das Konzert war schon gut – aber dass mit Mozart war schon eher etwas für Kleineren.“ Sein Vater Jann Kersten meinte: „Dies Konzert für Kinder war eine tolle Idee.“ Auch der Erste Geiger Raimund Wartenberg sagte begeistert: „Das hat mir sehr viel Freude gemacht. Die Kirche war voll mit jungen Familien.“

Dank Agnes Luchterhandt, wie Thiemo Janssen Kantorin in der Ludgerigemeinde, wissen alle Besucher übrigens auch, wer der Auftraggeber des Mannes mit der Maske war: Ein Fürst wollte das Requiem, das Mozart ihm schrieb, später als sein eigenes ausgeben. Deshalb wollte er unerkannt bleiben. Da haben sicher auch viele Erwachsenen etwas Neues gelernt.

Weihnachtsoratorium für Kinder

Reformationsjubiläum 31. Oktober 2017

Mendelssohn "Paulus"

Mozart für Kinder

Mozart komponiert.

Ein geheimnisvoller Auftraggeber bestellt ein Requiem bei Mozart.