Polessje-Elegie - Bilder von Hermann Buß

Veranstaltung 13. August 2020

Polessje Elegie – Das verlorene Land. Bilder von Hermann Buß

Vom 13. August bis zum 9. September 2020 ist die von der Landeskirche Hannovers auf Reisen geschickte Ausstellung zu Gast im Chorumgang der Ludgerikirche.

Der Maler Hermann Buß hat 2017-2019 auf Einladung der Landeskirche Hannovers die Polessje, die Grenzregion Weißrusslands zur Ukraine bereist:

Am 26.4.1986 explodierte in Tschernobyl der Block 4 des Atomkraftwerks. Eine radioaktive Wolke breitete sich über Europa aus und veränderte auch unser Leben. Dreißig Jahre danach malt Hermann Buß seine Eindrücke aus der Sperrzone in Öl auf Leinwand oder Holz.

Hermann Buß: …Die Sperrzone in der Polessje-Region lehrt uns, dass die Erde ohne den Menschen auskommt… …Man wird hier Zeuge des allmählichen Verschwindens menschlicher Spuren und Eingriffe. Die Natur geht ihren eigenen Weg weiter. Das, was man Umweltzerstörung nennt, ist in Wirklichkeit die Zerstörung der Gattung Mensch….Ich sah das langsame Sterben einer alten Kulturlandschaft, Bilder von Vergänglichkeit im Ewigen…

 Julia Helmke: …Die Polessje -Elegie…erinnert, lässt stillstehen, fragt nach der Mitte, nimmt mit auf eine Reise, sie mahnt und sie stellt uns in den weiten Raum. In den weiten Raum Gottes.

(Buß/ Helmke: zitiert aus dem Ausstellungskatalog (10 Euro), der im Weltladen erhältlich ist.)

Die Eröffnung der Ausstellung ist am 13.August , 19.30 h im Hochchor der Ludgerikirche.

Während der Laufzeit sind geplant ein Gottesdienst "Geheimnis des Erinnerns" am 16. August um 10 Uhr, ein Lyrikabend "Der Wind weht, wo er will" am Do., den 27. August um 19.30 Uhr und "Statt einer Finissage", ein Round-Table Gesprächsabend am Mo., den 7. September um 1930 geplant. - Alle Veranstaltungen finden in der Ludgerikirche statt.