Ausstellung "In Huus"

Nachricht 18. Juni 2019

Bis zum 11. August ist die Ausstellung "In Huus" im Chorumgang der Ludgerikirche zu sehen. In großformatigen Tafeln werden Gesichter von Flüchtlingen, Vertriebenen und Migranten dargestellt, die jeweils eine ganz eigene Geschiche widerspiegeln.

In der ersten Jahreshälfte haben sieben Jugendliche aus Norden Menschen besucht, deren Lebenswege zu unterschiedlichen Zeiten und aus verschiedenen Gründen in den Altkreis geführt haben. In deren Zuhause – „in Huus“ – sind sie miteinander ins Gespräch gekommen. Erinnerungen an Migration und Ankunft wurden dabei ebenso lebendig wie persönliche Sichtweisen: Ankommende werden von den Einheimischen als Fremde wahrgenommen, positiv wie negativ. Und: Ankommende nehmen diese Wahrnehmung durch die Einheimischen wahr, positiv wie negativ.

Entstanden sind daraus elf Porträts in Bild und Wort, die die Begegnungen im privaten Raum – „in Huus“, in einem neuen Zuhause – zu einem Spiegel werden lassen, der den eigenen Blickwinkel auf die jeweiligen Menschen und ihre Beweggründe zu erweitern vermag. Noch bis zum 11. August 2019 besteht die Gelegenheit, die Porträts im Chorumgang der Ludgerikirche zu betrachten.

Das Ausstellungsprojekt fand im Rahmen des Projekts „Würde zeigen“ der Dokumentationsstätte Gnadenkirche Tidofeld in Zusammenarbeit mit dem Projekt Deichpaten der Freiwilligenagentur Aurich und dem Medienzentrum Norden statt.

Die Dokumentationsstätte Gnadenkirche Tidofeld präsentiert in einer zeitgeschichtlichen Dauerausstellung die Geschichte der Integration von Flüchtlingen und Heimatvertriebenen nach 1945 in Niedersachsen und Nordwestdeutschland. In der Dokumentation wird immer wieder eine Brücke zu Flucht- und Integrationsgeschichten nachfolgender Jahrzehnte geschlagen und die Würde des einzelnen Menschen in den Mittelpunkt gestellt. Seit Oktober 2018 ist die Dokumentationsstätte Begegnungsort des Friedens der ev.-luth. Landeskirche Hannovers.

Die Ausstellung ist ein Projekt des "Friedensortes" , in der die Geschichte der Integration von Flüchtlinge und Vertriebenen in Niedersachsen und Nordwestdeutschland dokumentiert ist und die eine Brücke zu Flucht- und Integrationsgeschichten nachfolgender Jahrzehnte schlägt.

Ludgerikirche Norden
Am Markt 37
Norden
Tel.: 04931 - 2287