Förderkreis Kulturschatz Ludgeri

130 Jahre alte Fliesen aus dem Küstereiflur wurden verkauft

Die 130 Jahre alten Fliesen aus dem Küstereiflur wurden vorsichtig aufgenommen und gegen eine Spende abgegeben.

Förderkreis wirbt um Spenden für neue Beleuchtung

Mitgliederversammlung: 45 Mitglieder kümmern sich um den Erhalt von Ludgeri

Die neu verlegten Fliesen im Küstereiflur lassen den Eingangsbereich der Ludgeri-Kirche jetzt viel freundlicher erscheinen – darüber sind sich die Mitglieder des Förderkreises „Kulturschatz Ludgeri“ einig. „Eine nachhaltige Investition“, betonte Vorsitzender Reinhard Backer anlässlich der Mitgliederversammlung im Sitzungszimmer der Kirche. Die Mitgliederversammlung hatte im vergangenen Jahr beschlossen, für die Fliesen sowie für die Glastür und die verbesserte Beleuchtung im Sitzungszimmer insgesamt 14.000 Euro bereit zu stellen. In diesem Jahr werden insgesamt 22.000 Euro aus Mitgliedsbeiträgen und Spenden frei gegeben – vorrangig für die Sanierung der Dachrinnen und der Fallrohre an der Kirche. Hier besteht dringender Handlungsbedarf, wie Backer erläuterte: „Das Mauerwerk des Chorumgangs auf der Marktseite leidet wegen der nicht optimalen Entwässerung“. So trage der Förderkreis dazu bei, die Bausubstanz der Kirche zu erhalten.

Bereit gestellt werden auch Gelder für die Verbesserung der Beleuchtung in der Ludgeri-Kirche. Dazu wird derzeit ein Konzept entwickelt; notwendig ist auch Erneuerung der maroden Lampenfassungen. Es gibt bereits eine zweckgebundene Spende von 10.000 Euro. „Wir werden jetzt konkret Spenden für das Projekt einwerben“, kündigte Kirchenvorsteherin Herma Heyken an. Dazu gibt es bereits erste Vorstellungen. So wurden die 130 Jahre alten Fliesen aus dem Küstereiflur gegen eine Spende von zehn Euro verkauft, dazu gibt es ein Echtheits-Zertifikat. Die Fliesen, die zwischen 1881 und 1888 eingebaut wurden, haben die Vorstandsmitglieder selbst aufgenommen.den. „Damit haben wir 950 Euro eingenommen", freut sich Vorstandsmitglied Ilona Eilts, die hier die Federführung übernommen hatte.

Dem 2013 gegründeten Förderkreis gehören derzeit 45 Mitglieder an, die mit ihrem Beitrag den Grundstock dafür legen, dass in der Ludgeri-Kirche Dinge realisiert werden können, für die sonst kein Geld da ist. Erste Aktion war die Restaurierung des Vierungsaltars. Die Mitgliedsbeiträge sowie weitere Spenden und Einnahmen aus Aktionen erbrachten im vergangenen Jahr fast 10.000 Euro. „Die Werbung neuer Mitglieder bleibt wichtig, um die Kirche und ihre Kulturschätze auch künftig erhalten zu können“, betonte Wolfgang Völz, stellvertretender Vorsitzender.


Entdecken Sie mit uns den Fürstenstuhl und das Gewölbe

Besondere Führungen für geschlossene Gruppen - Erlös kommt der Kirche zugute
Der Dachboden der Ludgeri-Kirche: Nur bei besonderen Führungen ist er zugänglich.

Der Förderkreis "Kulturschatz Ludgeri" bietet für geschlossene Gruppen eine besondere Kirchenführung mit Besichtigung des Dachbodens und Begehung des Fürstenstuhls sowie einer Bewirtung im historischen Sitzungszimmer der Ludgeri-Kirche an, die Veranstaltung dauert etwa zwei Stunden; pro Person wird eine Spende von 10 Euro erbeten; dazu kommen die Kosten für die gewünschte Verköstigung. In der Regel beträgt der Beitrag 15 Euro pro Person. Die Einnahmen kommen dem Förderkreis zugute.

„Ein schöner Programmpunkt für Geburtstags- oder Weihnachtsfeiern“, wirbt Kirchenvorsteherin Herma Heyken, die gerne weitere Auskünfte erteilt (0171/473 22 42).


Vierungsaltar erstrahlt in neuer Pracht

Restaurierung wurde finanziert vom Förderkreis "Kulturschatz Ludgeri"
Der Vierungsaltar wurde 2015 aus Mitteln des Förderkreises "Kulturschatz Ludgeri" restauriert und erstrahlt in neuem Glanz.

„Kulturschatz Ludgeri“ braucht Unterstützung

Kirchengemeinde hat einen Förderkreis gegründet und wirbt um Mitglieder
Blick in den Hochchor

Wie selbstverständlich steht die Ludgerikirche in Norden und prägt seit Jahrhunderten das Stadtbild. Doch fällt es der Kirchengemeinde immer schwerer, dieses Gebäude im Zentrum der Stadt zu erhalten. „Jährlich mehr als 25.000 Euro müssen wir dafür aufbringen“, erläutert Vorsitzender Reinhard Backer. Und Pastor Martin Specht ergänzt: „Einen Teil der Kosten bekommen wir aus den Kirchensteuermitteln über die Landeskirche in Hannover, doch reichen die Beiträge bei weitem nicht aus“.

Deshalb hat der Kirchenvorstand 2013 den Förderkreis „Kulturschatz Ludgeri“ gegründet. „Wir wollen rechtzeitig dafür sorgen, dass die in ihren ältesten Teilen mehr als 700 Jahre alte Kirche noch viele Jahrhunderte das Herz der Menschen erfreut“, erläutert Kirchenvorsteherin Herma Heyken das Anliegen des Förderkreises. Möglichst viele Menschen will die Kirchengemeinde mit ins Boot holen: „Schließlich ist die Stadtbild prägende Kirche nicht nur Gotteshaus für die evangelisch-lutherische Gemeinde, sondern auch Konzertsaal, Begegnungsstätte und ein Ort zum Innehalten“, heißt es in dem zweiseitigen Flyer.

Und so funktioniert die Arbeit des Förderkreises: Möglichst viele Bürgerinnen und Bürger sollen Mitglied im Förderkreis „Kulturschatz Ludgeri“ werden – die regelmäßigen Mitgliedsbeiträgen sowie Spenden tragen dazu bei, die Ludgeri-Kirche und die Schätze im Inneren zu erhalten. Inzwischen gehören dem Förderkreis 42 Mitglieder an.

"Die Beiträge werden wie Spenden behandelt und sind steuerlich absetzbar“, informiert Backer. Selbstverständlich legen der Vorstand des Förderkreises und der Kirchenvorstand der Ludgeri-Gemeinde regelmäßig Rechenschaft darüber ab, wie diese Beiträge eingesetzt wurden.

In der Satzung für den Förderkreis ist festgeschrieben, wofür die Spenden und Mitgliedsbeiträge eingesetzt werden, nämlich „für die bauliche Unterhaltung, Gestaltung und Bewirtschaftung der Gebäude (Kirche mit Glockenturm und dem alten Friedhof) sowie für die Erhaltung und Sicherung der „Schätze“ im Inneren der Kirche (zum Beispiel Kanzel, Orgel, Hochaltar)“. Einige dieser Schätze sind auf dieser Seite abgebildet!

Die Beitrittserklärung, den Flyer und die Satzung finden auf dieser Seite.

Wir bedanken uns bei Martin Stromann, der uns die Fotos für den Flyer und diese Internetseite zur Verfügung gestellt hat.

Der Vorstand des Förderkreises "Kulturschatz Ludgeri" (von links): Angelika Ruge, Herma Heyken, Pastor Martin Specht, Reinhard Klaahsen, Wolfgang Völz, Vorsitzender Reinhard Backer, Ilona Eilts und Gustav Claashen.
Chorumgang
Das alte Gestühl
Alte Inschrift
Die Kanzel