Umbau Küsterei
Nach dem Umbau: Treffpunkt Kirche
Die Ludgerikirche ist seit August 2009 noch mehr als schon
zuvor zu einem lebendigen und attraktiven Treffpunkt im
Stadtzentrum geworden: Das in seinen ältesten Teilen fast 800
Jahre alte Gotteshaus wurde ab Juli 2008 in seinen Nebenräumen
umgebaut: Der Eingangsbereich mit der alten Küsterei wurde
komplett umgestaltet; hier haben jetzt der Welt-Laden und die
Gemeindebücherei
ihren Platz gefunden. Damit wird die Ludgerikirche ihrem Ruf
als lebendige und offene Kirche gerecht.
Die Idee gab es in der Kirchengemeinde schon lange, der Kirchenvorstand
hatte das Konzept bereits im März 2006 beschlossen. "Die
Realisierung scheiterte bis dahin am fehlenden Geld", sagt
Angelika Ruge, die als Vorsitzende des Bauausschusses den
Umbau begleitet hat.
Architekt Heiko Kremer, der sich gleichzeitig als
Kirchenvorsteher engagiert, hatte den Umbau der Küsterei
geplant und eine überzeugende Lösung angeboten, wie die
Räumlichkeiten sinnvoll genutzt werden können. Dies und das
schlüssige Gesamtkonzept im Gebäudemanagement hat die
Verhandlungen mit der Landeskirche sehr erleichtert. „Den Umbau
der Küsterei zu planen und auch zu begleiten – das ist eine
echte Herausforderung“, sagt Kremer. „Einerseits der sensible
Umgang mit der historischen Bausubstanz, andererseits die
Ansprüche der neuen Nutzungsformen – nämlich Bücherei,
Welt-Laden und Kirchen-Haupteingang – das musste unter einen
Hut gebracht werden“. Bewusst wurden die Spuren der
Veränderungen aus früheren Jahrhunderten nach ihrer Freilegung
(Maueranker, abgeschnittene Dachziegel, zugemauerte Fenster
versetzte Sonnenuhren) nun sichtbar gelassen.
„Der Welt-Laden und die Gemeindebücherei sind eine große Bereicherung für die Ludgerikirche“, ist Pastor Martin Specht mehr denn überzeugt. Die 25 Frauen, die die beiden Projekte ehrenamtlich seit mehr als 20 Jahren betreiben, sind im Sommer 2009 vom Haus am Markt 30 (bisher Jugendcafé und "Brücke") in die Kirche umgezogen und haben neues Leben in die historischen Gemäuer gebracht.
Die frei gewordenen Räume der „Brücke“ werden jetzt von den Kinderspielkreisen und den Eltern-Kind-Gruppen (Mini-Clubs) genutzt. Bisher waren sie im Gemeindehaus am Kampweg zuhause. "Damit ist unser Haus am Markt 30 das Zentrum für die wichtige Arbeit in der Begleitung und Förderung von Kindern und Jugendlichen“, betont Specht. Die offene Jugendarbeit im Jugendcafé ist schon jetzt das Herzstück der Aktivitäten.

